Montag, 12. Dezember 2011

Ha ho he, gerne wieder, Hertha BSC!

Kalt, kälter, nebem dem Marathontor.
Meine zweite Auswärtsfahrt in dieser Saison endete ergebnistechnisch wie die erste Auswärtstour nach Hamburg: mit einem 2-1-Sieg. Doch trotz des gleichen Ergebnisses war irgendwie einiges anders als vor zwei Monaten in der Hansestadt. Und zwar nicht nur das Wetter.
Ärgerte ich mich im Oktober noch über die Kritik an Ralf Fährmann, so bleibt aufgrund der Verletzung von selbigem und der Tatsache, dass Lars Unnerstall weiterhin einen guten Job als Vertretung im Schalker Tor macht, für diese Art von Ärger kein Platz. Es wirkt so, als wenn Unnerstall sich insbesondere die Kritik, sein Eröffnungsspiel sei nicht schnell genug, zu Herzen nehmen würde. Das klappt zwar nicht immer sonderlich erfolgreich, aber ein Torwartproblem scheint Schalke trotz diverser Unkenrufe auch weiterhin nicht zu haben. Im Sturm schießt mittlerweile nicht mehr nur der Hunter sehenswerte Tore (wie auch damals in Hamburg), sondern Sweetheart Pukki schickt sich an, für die Kurve der adäquate Ersatz für langgezogenes Spielernamen-Rufen zu werden, sollte Raúl wirklich bald nicht mehr auf Schalke kicken. Es passt nicht alles, aber die Momente, in denen man während des Spiels zusammenzuckt, werden seltener. Und das, obwohl zwischen der Spielart der Schalker in Hamburg und der am Freitag in Berlin gar nicht mal so große Unterschiede bestanden. Was aber am Freitag anders war, war das schnelle Aufbäumen nach dem Gegentreffer. Es folgte eben keine längere "Schock-Phase", sondern in der Abwehr schimpfte man einmal ordentlich miteinander, und dann ging es weiter. Natürlich kann das ganz schnell auch wieder anders aussehen, wie wir vor Kurzem nach der letzten unerfreulichen Niederlage gesehen haben. Aber was soll man schon groß meckern, wenn kurz vor der Winterpause ein nicht-europäischer Tabellenplatz neun Punkte weg ist?
Mein nächstes Auswärtsspiel ist bundesligatechnisch übrigens Ende Februar angesagt: dann geht es zu den Bayern. Ich hätte nichts dagegen, die 2-1-Auswärtssieg-Serie fortzusetzen.

Montag, 5. Dezember 2011

Es muss nicht immer schön sein...

Drei Punkte hinter der Tabellenspitze, sechs Punkte vor einem "nicht-europäischen" Platz - es sah schon einmal schlechter aus für Schalke nach dem 15. Bundesliga-Spieltag. Nach dem Europa League-Spiel vom Donnerstag ärgerte ich mich ziemlich über die Schalker Leistung, nach gestern bin ich schon wieder versöhnlicher gestimmt. Zwar war der verdiente 3-1-Sieg gegen Augsburg sicherlich auch keine Glanzleistung, wie man sie von den Mannschaften, die in der Tabelle noch vor den Blau-Weißen stehen, in der letzten Zeit öfter sieht, aber berücksichtigt man, dass auf der rechten Seite zwei zentrale Spieler schon seit einigen Spielen fehlen, gestern mit Papadopolous und Jones zwei für die Defensive wichtige Kanten gesperrt waren und beispielsweise ein Christoph Moritz nach viel zu langer Verletzungspause gestern das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten wieder von Beginn an auf dem Platz stand, dann kann man mit dem gestrigen Auftritt schon zufrieden sein.

Montag, 28. November 2011

"Ja, wo laufen sie denn?"

Niederlagen sind immer blöd. Derby-Niederlagen erst recht. Am Samstag gab es für die Schalker mal wieder eine. Dass diese angesichts der dargebotenen Leistung völlig verdient war, das macht die Sache auch nicht besser. Es waren insbesondere zwei Dinge, die mir beim Schauen des Derbys auffielen - und die mich am Ende eher ratlos als sauer in das restliche Wochenende begleiteten:

Montag, 14. November 2011

Schnickschnack für die Länderspielpause, Teil 4

Ob auch Papa und Hans darüber lachen?
Quelle des Fotos: Screenshot aus dem legendären "Sarpei-Gruppen-Vorlese-Video"

Ein Wochenende ohne Bundesliga kann ganz schön lang sein. Aber auch ohne Besuch im Stadion und (bundesligabezogener) Sportschau kann der Fußball an so einem Wochenende für Erheiterung sorgen. Mal mehr, mal weniger platt. Beweise? Bitteschön:

Der beliebteste Witz auf der Trikotparty am Freitag: "Wie nennt man die Dopingprobe in Lüdenscheid?" - "Piszczek".
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Am Samstag besuchte mein noch/mal wieder verletzter "Der hat doch schon Gelb"-Schreier des Vertrauens das Kreisliga C-Spiel seiner Fußball-Truppe beim FC Zrinski II. Zu seiner großen Freude gab es dort statt der altbewährten Stadion-Bratwurst Stadion-Ćevapčići. Nicht so freuen konnte sich der Spieler, der fragte, ob die kleinen Hack-Röllchen denn koscher seien: "Die sind halb halb. Kannste die Hälfte essen und die Hälfte wegschmeißen", war die Antwort, die er vom freundlichen Ćevapčići-Bräter erhielt. Zu gerne hätte ich gesehen, wie die Gesichtsausdrücke der an diesem Gespräch beteiligten Personen waren.

Donnerstag, 10. November 2011

Schnickschnack für die Länderspielpause, Teil 3


Samstage während der Bundesliga-Saison haben neben den eigentlichen Spielen einen weiteren festen Termin: die Sportschau ab 18.00 Uhr. Das ist nicht nur bei mir so, sondern bei einem Großteil der Fußball-Fans. Zugegebenermaßen begann mein regelmäßiger bewusster Bundesliga-Konsum am Samstag Abend nicht mit der Sportschau, sondern mit der grauenhaften Mode-Show "ran" auf Sat.1. Ich erinnere mich an bunte Klamotten, den regelmäßig ausflippenden Werner Hansch und immer größere Werbeblöcke. Gemeinsam war jedoch sowohl der Sportschau als auch dem zwischenzeitlichen Intermezzo von RTL und schließlich auch ran, dass am frühen Samstag Abend im Fernsehen Bundesliga geguckt werden konnte. Das könnte ab 2013 anders aussehen.

Montag, 7. November 2011

Pukkiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!

Quelle: firo sportphoto
Aus Zeitmangel beschränke ich mich auf das Wesentliche: Pukkiiiiiiiiiiiiiiiiiii! "Oh nein, dieses Gekreische wie beim Take That-Konzert", denkt sich Christian Schulz. Und neidisch blickt Herr Pogatetz hinterher und denkt: "Was hat der, was ich nicht hab?" 
Gestern war es Folgendes: die Mischung aus einer ständig guten Anspielbarkeit, schnellen Sprints, gar nicht mal so harten Schüssen, die aber trotzdem reingingen, und dazu noch diesem "Den möchte man Knuddeln"-Gefühl, das dafür sorgt, dass Teemu Pukki sich aus unerfindlichen Gründen bereits vor seinen beiden Toren schon in die Herzen - nicht nur der Mädels - der Nordkurve gespielt hatte. Es bleibt die Gewissheit, dass nun wohl wieder öfter quietschiges "Ist der süß!" in der Kurve zu hören sein wird, wie es zuletzt wohl bei Sören Larsen der Fall war. Aber wenn Pukkiiiiiiiiiiiiiii dafür auch künftig so spielt wie am gestrigen Sonntag, dann nehme ich das Gekreische gerne in Kauf. Vielleicht kann er dann ja für die Disney-Fans demnächst mit dem Masken-Hunter die fußballerische Umsetzung von "Der Schöne und das Biest" geben.

Freitag, 4. November 2011

Versteh ich nicht.

Es ist eine Sache, gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner auf Stammkräfte zu verzichten, um diese in den englischen Wochen zu schonen oder einfach, um den Bankdrückern die Gelegenheit zu geben, sich anzubieten. Ja, das kann ich verstehen. Aber warum die Spieler, die so auf internationaler Bühne auf sich aufmerksam machen können, diese Chance dann nicht nutzen - nee, das versteh ich nicht.